Frühling feiern & den Winter vertreiben
Sommertagsumzüge haben an der Bergstraße eine lange Tradition. Jedes Jahr ziehen Kinder und Erwachsene mit bunt geschmückten Sommertagsstecken durch die Straßen, singen fröhliche Lieder und vertreiben den Winter mit Musik, Trommeln und guter Laune. Höhepunkt vieler Umzüge ist die symbolische Verbrennung eines Schneemanns aus Stoff oder Pappmaché – ein Zeichen dafür, dass der Frühling endlich da ist.
Der Weinheimer Sommertagszug ist der größte Sommertagsumzug an der Bergstraße statt. Zahlreiche Schulen und Kindergärten nehmen teil. Tausende Kinder singen gemeinsam „Winter ade“, begleitet von der Stadtkapelle. Ein großer Schneemann aus Stoff und Papier wird durch die Stadt getragen und am Ende feierlich verbrannt.
Auch in Heidelberg wird dem Winter mit einem farbenfrohen Sommertagsumzug verabschiedet. Der Zug führt durch die Altstadt vom Bismarckplatz bis zum Marktplatz . Mit dabei sind die berühmten Butzen – geschmückte Gestelle, in denen Menschen versteckt sind. Vor dem Rathaus tanzen sie um den Schneemann, der schließlich verbrannt wird.
* Angaben ohne Gewähr
Historie
Der Sommertagszug ist ein alter regionaler Brauch, der bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Er war im Kurpfälzer Raum, in der Pfalz und in Rheinhessen verbreitet. Schon damals begleiteten Kinder den Umzug mit Sommertagsstecken, geschmückt mit Brezeln, bunten Bändern und ausgeblasenen Eiern. Ein Schneemann symbolisierte den Winter, der am Ende verbrannt wurde. Traditionell findet der Sommertagszug am Sonntag Laetare, drei Wochen vor Ostern, statt – ein fröhliches Frühlingsfest mitten in der Fastenzeit..
Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr
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